vernichtet die digitale Welt wirklich die Mittelschicht ?
in seinem aktuellen essay in der ZEIT schreibt Nicholas Carr, das Internet -die digital vernetzte Welt- würde massenhaft Arbeitsplätze vernichten und somit gerade die Mittelschicht vernichten.
Die Einführung des elektrischen Stromnetzes sei zwar mit ebenso massiven gesellschaftlichen Umbrüchen einhergegangen wie die Digitalisierung. Aber anders als vor hundert Jahren könne die digitale Vernetzung für den Wegfall von Arbeitsplätzen keinen attraktiven Ersatz bieten.
“Die Elektrifizierung brachte viele Handwerker um ihren Broterwerb, schuf aber zugleich viel mehr Arbeitsplätze für ungelernte Fabrikarbeiter und qualifizierte Angestellte”, schreibt Carr. Die Computerisierung hingegen bewirke etwas völlig anderes. Sie habe es Unternehmen ermöglicht, alle Arten von Arbeitskräften zu ersetzen, qualifizierte wie ungelernte. (Zitat Carr)
Die weiter fortschreitende soziale Spaltung der Gesellschaft ist in der Tat ein Problem; -aber ist dafür wirklich das Internetzeitalter verantwortlich und stimmt die These der massenhaften Jobvernichtung überhaupt ?
sind das nicht etwas einseitige und auch altmodische Ansichten aus den Anfängen der 80-er Jahre als der “ach’ so böse Computer … als DER Jobkiller” aufkam ?
… ist es denn nicht auch so, daß durch die moderne Digitalisierung auch ganz andere Berufs- und Handlungsfelder geschaffen wurden? .. neue Ausbildungsberufe … Ausbildungsplätze …. neue Studienfächer … (medizinische) Fortschritte von denen auch wir profitieren …. etc ???
… die bloße Existenz des Internets schafft keinen Inhalt, es transportiert ihn nur; den Inhalt schaffen immer noch die Menschen die hinter den PC’s sitzen…. und das sind in der heutigen Zeit nicht gerade wenige ….

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