Ein Kommentar zu “der Egotunnel – warum wir meinen, dass es uns gibt

  1. Solange man forscht, bleibt man Beobachter. Und solange der Beobachter existiert, ist der Mensch nicht völlig leer. Um zu erfahren, wie das Bewusstsein funktioniert, braucht man keine Messgeräte, sondern Aufmerksamkeit. Wenn man aufmerksam jedes Gefühl, jede Regung, jede Stimmung, jeden Gedanken betrachtet, steigen diese ins Bewusstsein auf, werden als das erkannt, was sie sind und können sich somit auflösen. Ein leerer Geist ist ein Geist, der nichts festhält. Wer nicht an seinem zusammengebastelten Ich festhält, identifiziert sich nicht damit. Aber auch der Beobachter muss als solcher erkannt werden. Wo Kontrolle ist, da ist keine Freiheit, sondern Konflikt. Erst wenn das Denken ganz zum Stillstand gekommen ist, arbeitet das Gehirn in der immerwährenden Gegenwart. In diesem Zustand funktionieren die Sinne anders, sie haben eine andere Qualität. Die Wahrnehmung verändert sich und man kann das sehen, was ist. Wenn das Denken mit seinen Vorstellungen, Vorurteilen, Meinungen, Wünschen, Einbildungen u.s.f. zum Stillstand gekommen ist, gibt es keinen Konflikt mehr. Es herrscht völlige Klarheit, die keine Fragen mehr offen lässt und kein Forschen mehr nötig macht.

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